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Richard Artschwager


Auf und Nieder / Kreuz und Quer
10.05. - 06.07.2003



Auf und Nieder/ Kreuz und Quer betitelte Richard Artschwager seine Schau für das Deutsche Guggenheim. Die in enger Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Künstler entstandene Ausstellung mit Arbeiten von 1965 bis 2003 setzt die Reihe der Präsentationen mit Werken aus der eigenen Sammlung der Deutschen Bank fort.

Denken in Bildern. Woran erkenne ich einen Tisch? Wie kann ich ihn zeichnerisch wiedergeben? Wann wird ein Tisch zur Skulptur? Richard Artschwagers Kunst behandelt Wahrnehmung und Darstellung vom Sehen. Nicht der Gegenstand selbst, sondern dessen Deutung und Nutzung in unterschiedlichen Kontexten beschäftigen den Künstler. Seine Arbeit an Bildern und Objekten gründet, wie er selbst festhielt, "auf der Beziehung zwischen dem Gegenstand, seinem Hersteller/Verbraucher und dem gemeinsamen Raum, den sie beanspruchen". Für die visuelle Analyse, für Untersuchungen über Maßstab und Perspektive, Raum und Fläche ist alles Expressive, sind Farbe und Stil eher hinderlich und prinzipiell jeder Gegenstand geeignet: Kartoffeln, eine Gürtelschnalle, Fotos aus den Medien. Für die künstlerische Deklination seines "Universums" benötigte Artschwager 1975 in seiner 53teiligen Zeichnungsserie, die sich aktuell bis zur Edition des Deutsche Guggenheim fortsetzt, nur Korb, Tisch, Tür, Spiegel, Teppich.

"Kunst beruht auf einer Reihe von Anweisungen", ist der Skeptiker Artschwager überzeugt. Vereinbarungen und tradierte Codes innerhalb unserer Gesellschaft bestimmen vielfach unsere Wahrnehmung. Ein Rahmen lenkt Aufmerksamkeit auf das Umrandete, ein Ausrufezeichen auf das Gesagte. Doch Artschwager stellt diese Regeln in Frage und führt sie uns oft erst dadurch vor Augen: In seinem Rahmen spiegeln wir uns selbst, sein Ausrufezeichen bleibt ein Zeichen - ohne Botschaft, Reliefs "gießen" sich in Wandecken, Fotoporträts werden zu Stühlen, schützende Kisten zum eigentlichen Inhalt.

Auf und Nieder/Kreuz und Quer - Wahrnehmung ist nicht eindimensional, sie bedeutet Austausch. In Artschwagers Oeuvre sind Zeichnung, Skulptur und Bild eigenständige Gattungen und dennoch inhaltlich und formal wechselseitig verbunden: "Bildhauerei ist zum Anfassen. Malerei fürs Auge. Ich wollte eine Skulptur fürs Auge und eine Malerei zum Anfassen machen."

Richard Artschwager wurde 1923 in Washington, D.C., als Kind deutsch-russischer Eltern geboren. Er lebt heute bei Hudson, New York.

"Auf und Nieder / Kreuz und Quer" wurde von Dr. Ariane Grigoteit und Friedhelm Hütte, Kuratoren der Sammlung Deutsche Bank, vorbereitet und eingerichtet.

Die Ausstellung umfasst über 40 Zeichnungen, Skulpturen, Bilder und Multiples aus dem Bestand der Deutschen Bank und privaten Sammlungen. Nach Berlin werden die Werke vom 29. November 2003 bis Ende Januar 2004 im Museum Moderner Kunst - Stiftung Wörlen in Passau zu sehen sein.

Begleitend erscheint ein Katalog der präsentierten Zeichnungen mit Essays von Ariane Grigoteit, Ingrid Schaffner und John Yau. Die broschierte Publikation (deutsch/englisch) ist in einem Schuber zum Preis von € 26,80 erhältlich.

Als Edition No. 23 des Deutsche Guggenheim entstand der Druck TWMDRB, 2003 (Aquatinta, Radierung und Kaltnadel, 48 x 63,5 cm). Die limitierte und signierte Auflage von 100 Exemplaren wird zum Preis von € 1.390 (gerahmt € 1.550) im MuseumsShop angeboten.

In "Artist's Talk" unterhält sich Dr. Dieter Schwarz, Direktor des Kunstmuseum Winterthur, am Samstag, dem 10. Mai 2003, um 17 Uhr, mit Richard Artschwager über dessen Arbeit. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. An diesem Tag bleibt das Deutsche Guggenheim im Rahmen der Veranstaltung Literatur und mehr ... Unter den Linden bis 22 Uhr geöffnet.
Der traditionelle Familienbrunch findet am Sonntag, dem 25. Mai 2003, um 11.30 Uhr, im Deutsche Guggenheim statt. Während Erwachsene zum Thema Richard Artschwager: "Ich will Kunst machen, die keine Begrenzung kennt" geführt werden, beschäftigen sich die Kinder mit "wunderlichen" Möbeln. Für das leibliche Wohl sorgt im Anschluss der Brunch im Innenhof der Deutschen Bank.
Am Donnerstag, dem 19. Juni 2003, um 19 Uhr, spricht die Berliner Kunsthistorikerin Silke Sommer unter dem Titel "What does it feel like to look?" - Anmerkungen zum Werk von Richard Artschwager über das Oeuvre des amerikanischen Künstlers.
Kostenlose Führungen finden täglich um 18 Uhr statt. Die bekannten Lunch Lectures mittwochs um 13 Uhr sowie die sonntäglichen Themenführungen um 11.30 Uhr runden das Rahmenprogramm ab.

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>> Exklusiv-Interview mit Richard Artschwager


Presse-Echo

>> Berliner Zeitung
>> Süddeutsche.de
>> Welt
>> Berliner Morgenpost
>> Frankfurter Rundschau Online

Fotomaterial zur Ausstellung

kann unter www.photo-files.de/guggenheim direkt aus dem Netz heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Leitung: Svenja Gräfin von Reichenbach
Presse: Sara Bernshausen
Telefon: 030-202093-14
Fax: 030-202093-20
email: berlin.guggenheim@db.com
Internet: www.deutsche-guggenheim.de