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Helen Frankenthaler

Mountains and Sea und die Jahre danach 1956-1959
15. Oktober 1998 - 31. Januar 1999



Nach Katharina Sieverding präsentiert das Deutsche Guggenheim vom 15. Oktober 1998 bis zum 31. Januar 1999 mit der Ausstellung "Helen Frankenthaler: Mountains and Sea und die Jahre danach 1956-1959" eine weitere herausragende Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Für Frankenthaler ist es die erste museale Einzelausstellung in Deutschland.

Die Ausstellung fokussiert mit dreizehn ausgewählten Bildern aus den Fünfziger Jahren die frühe Schaffensphase der Künstlerin, durch die ihr Ruf als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der zweiten Generation des Abstrakten Expressionismus begründet wurde.

Auftakt der Ausstellung ist das legendäre Bild Mountains and Sea, das Frankenthaler im Herbst 1952 im Alter von 23 Jahren schuf. Mountains and Sea ist den frühen Vorbildern der Künstlerin verpflichtet - Wassily Kandinsky, Joan Miró und Arshile Gorky. Auslöser für den Übergang zur Verwendung unbehandelter Leinwand und der Verschmelzung von Malerei und Zeichnung, Figur und Grund, waren jedoch die Schwarzweiß-Gemälde von Jackson Pollock, die sie 1951 in der Betty Parsons Gallery in New York gesehen hatte. So ermutigte Pollocks Ablehnung der Pinselmalerei Frankenthaler ebenfalls zu einer freieren Maltechnik. Mit flüssigen Pigmentfarben, auf die unbehandelte, auf dem Boden ausgebreitete Leinwand gegossen, schuf die Künstlerin lebendige Landschaften aus wechselnden, fast transparenten Farbzonen. Dabei ist für Frankenthaler, die sich keinesfalls als Aktionskünstlerin verstanden sehen will, die Fluidität der Farbe und nicht wie bei Pollock die Malbewegung als solche der eigentliche Leitgedanke ihres Schaffens.

Nach einer kurzen Periode Mitte der Fünfziger Jahre, in der dichter komponierte Werke entstanden, wandte sich die Künstlerin wieder den im Zusammenhang mit Mountains und Sea erstmals erprobten Techniken und Formen zu. So entstanden Werke wie Eden (1956), und Before the Caves (1958), die beide in der Ausstellung zu sehen sind. Sie zeigen Frankenthalers Tendenz, große Teile der Leinwand unbedeckt zu lassen und diese lichtgefüllten, negativen Räume in ein dynamisches Gleichgewicht zu den leuchtenden Farbflächen zu setzen. Diese Spannung zwischen negativen und positiven Formen spiegelt sowohl Frankenthalers Spiel zwischen Zweidimensionlität und Tiefe als auch jenes zwischen reiner Abstraktion und Andeutungen von erkennbaren Bildern wieder.

Frankenthalers außergewöhnliches Werk beeinflusste ihre Zeitgenossen und auch Künstler der nachfolgenden Generation. So bezeichnen sowohl Kenneth Noland als auch Morris Louis ihre Begegnung mit Frankenthalers Werk als einen Katalysator für die Entwicklung ihres eigenen Stils.

Helen Frankenthalers erster und folgenreicher Auftritt in Deutschland war ihre Beteiligung an der documenta II 1959 in Kassel, auf der ihre Gemälde Mountains and Sea, Las Mayas und Nude ausgestellt wurden. Zwei dieser Bilder sind nun auch in Berlin zu sehen. Mit dem begleitenden Katalog erscheint erstmals eine umfangreiche Publikation über die Künstlerin in deutscher Sprache.
Neben einem Gespräch zwischen Helen Frankenthaler und Julia Brown, sowie Essays von Julia Brown und Susan Cross enthält der Katalog Abbildungen aller Exponate. Er ist gebunden in Deutsch oder Englisch zum Preis von DM 49,- im MuseumsShop erhältlich.

Pressevorbesichtigung: Mittwoch, den 14. Oktober 1998, 15 - 17 Uhr


Fotomaterial zur Ausstellung

kann unter www.photo-files.de/guggenheim direkt aus dem Netz heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Leitung: Svenja Gräfin von Reichenbach
Presse: Sara Bernshausen
Telefon: 030-202093-14
Fax: 030-202093-20
email: berlin.guggenheim@db.com
Internet: www.deutsche-guggenheim.de